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Wissen · Fachliche Grundlagen

Kaltplasma: Grundlagen und Technologievergleich
einfach erklärt

Kaltplasma ist eines der jüngeren Verfahren in der apparativen Kosmetik. Diese Seite erklärt, was dahintersteckt, wofür Institute es einsetzen und wie es sich von anderen Technologien abgrenzt.

Redaktion Parker Medical Beauty · Stand Oktober 2026 · Prüfen: fachliche Freigabe

Grundlagen

Was ist Kaltplasma?

Plasma ist ein ionisiertes Gas – neben fest, flüssig und gasförmig wird es oft als vierter Aggregatzustand bezeichnet. In der Kosmetik wird nicht-thermisches („kaltes“) Plasma genutzt: Es entsteht aus der Umgebungsluft und bleibt dabei nahe der Hauttemperatur. Beim Dr. Platon liegt die Plasmatemperatur an der Hautoberfläche bei 35–40 °C.

Aus Luft wird Plasma: Zwischen Keramikspitze und Haut wandelt das Gerät Sauerstoff und Stickstoff der Raumluft in Plasma um. Das Handstück wird knapp über die Haut geführt.

Winzige Teilchen setzen Impulse: Es entstehen sehr kleine, kurzlebige Sauerstoff- und Stickstoffteilchen. In dieser geringen Dosis wirken sie wie ein sanfter Weckruf für die Haut.

Die Haut antwortet: Hautzellen werden aktiv: Die Bildung von neuem Kollagen wird angeregt, die Haut beruhigt sich und nimmt Wirkstoffe besser auf.

Das Verfahren arbeitet ohne Laser, ohne Nadeln und ohne Hitze; das Gerät gibt keinen elektrischen Strom an den Körper ab.

Anwendungswissen

Wofür Institute Kaltplasma einsetzen

  • AkneUnterdrückung von Akne und Ausgleich der Talgproduktion.
  • Gereizte HautLinderung bei Seborrhoe, Ekzemen, atopischer Dermatitis und Rosacea.
  • EntzündungenReduziert Entzündungen und damit verbundene Hautunreinheiten.
  • CouperoseEntzündungshemmend und zellregenerierend.
  • PigmentfleckenZum Aufhellen von Pigmentstörungen und Hautflecken.
  • Anti-AgingRegt Kollagen und Elastin an – für eine langfristige Wirkung.
  • WirkstoffaufnahmeDie Haut wird vorübergehend durchlässiger für Wirkstoffe.
  • HautgesundheitIdeale Behandlung für eine langfristig gesunde Haut.

Eine Behandlung dauert 20–30 Minuten. Üblich sind 3–6 im Abstand von 3–10 Tagen. Häufig wird Kaltplasma auch als Vorbehandlung vor Microneedling, RF-Microneedling, Radiofrequenz, Mesobehandlungen oder Laser eingesetzt.

Aussagen zur Wirkung beruhen auf Herstellerangaben. Prüfen: klinische Belege verlinken

Technologievergleich

Kaltplasma, RF-Microneedling, Laser und LED

Vier Verfahren, vier Wirkprinzipien. Die Tabelle zeigt sie am Beispiel der Geräte aus unserem Sortiment.

Vergleich Kaltplasma, RF-Microneedling, Diodenlaser und LED
MerkmalDr. PlatonTesla V-SkinSpectraDerma Light
VerfahrenKaltplasmaVakuum-Microneedling mit RFDiodenlaserLED-Farblicht
TechnologieAtmosphärisches Kaltplasma (Plasma-Duschtechnologie, 35–40 °C)Vakuum + Microneedling + RadiofrequenzDiodenlaser, Modi SHR und HRLED-Photonentherapie, 7 Farben
Energie / Wellenlänge35–40 °C an der HautoberflächeMonopolar und bipolar, Needling RF und Fraktional RF, 2 MHz755, 808, 940 und 1064 nm380 bis 1.600 Nanometer
Kühlung / KomforthandwarmKältehandstückEIS-Kühlung für schmerzarme Behandlungen–
NadelnkeineGesicht 0,4–3,0 mm, Körper bis 4 mmkeinekeine
Behandlungsdauer20–30 Minuten––20 Minuten
SitzungenIn der Regel 3–6 im Abstand von 3–10 TagenIn der Regel 3–4 im Abstand von 4–6 WochenIn der Regel 5–610–20 im Abstand von 3–4 Tagen oder wöchentlich
Einsatz (Auswahl)Akne, Gereizte Haut, EntzündungenFeine & tiefe Falten, Hautstraffung, Akne & UnreinheitenAchseln, Gesicht & Kinn, BeineAknebehandlung, Anti-Aging, Lymphzirkulation
NiSV-freija (laut Hersteller)nein – Fachkunde erforderlichnein – Fachkunde erforderlichja (laut Hersteller)
Angaben laut Hersteller- und Vertriebsinformationen der jeweiligen Geräte. „–“ = keine Herstellerangabe hinterlegt. Prüfen: NiSV-Einordnung bestätigen

Mehr zu den Geräten: Dr. Platon, Tesla V-Skin, Spectra, Derma Light · Microneedling-Geräte im Vergleich

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Kaltplasma

Ist Kaltplasma dasselbe wie ein Laser oder eine Strombehandlung?

Nein. Kaltplasma ist ein ionisiertes Gas aus der Raumluft. Es arbeitet ohne Laser und ohne Nadeln bei 35–40 °C. Dr. Platon gibt keinen elektrischen Strom an den Körper ab und erhitzt das Hautgewebe nicht.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

In der Regel 3–6 Sitzungen im Abstand von 3–10 Tagen – je nach Hautbild.

Gibt es Ausfallzeiten?

Minimal bis gar keine. Gelegentlich kann die Haut für einige Stunden gerötet sein.

Wer darf Kaltplasma mit Dr. Platon anbieten?

Kosmetikinstitute setzen Dr. Platon für kosmetische Anwendungen ein. Laut Hersteller ist das Verfahren nicht NISV-pflichtig. Bitte prüfen Sie die Vorgaben für Ihr Land und Ihre Tätigkeit.

Gibt es Kontraindikationen?

Die einzige bekannte Kontraindikation sind präkanzeröse Flecken. Weitere Fragen klärt die behandelnde Fachperson im Einzelfall.

Quellen

Worauf diese Seite beruht

  • Hersteller- und Vertriebsinformationen zu Dr. Platon (Technologie, Temperatur, Behandlungsdauer, Sitzungen, Kontraindikationen).
  • Hersteller- und Vertriebsinformationen zu Tesla V-Skin, Spectra und Derma Light (Vergleichstabelle).
  • Wissenschaftliche Literatur zu nicht-thermischem Plasma in der Dermatologie Prüfen: Quellen ergänzen

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